Unser Glaube

Unser Glaube kann hier nur in Kurzform wiedergegeben werden. Dennoch geben diese wenigen Sätze einen groben Überblick über unsere Hoffnung.
Glaube bezeichnet eine innere Haltung von Vertrauen, Überzeugung, einem „Für wahr halten“ einer bestimmten Realität. In vielen Situationen des Alltags zeigt sich Glauben dann darin, dass man gemäß seiner inneren Haltung und Überzeugung handelt. Und wir glauben, dass Gott der Schöpfer des Universums und aller Kreatur ist. Die Grundlage unseres Glaubens ist die Bibel, das Wort Gottes. Wir glauben an den auferstandenen Jesus Christus und an die spürbare Gegenwart des Heiligen Geistes.

Jesus – der Christus
Jesus, die wohl umstrittenste Person aller Zeiten. Manche sind sich sicher, dass er nie existiert hat, andere sehen ihn als einen guten Lehrer. Andere sagen: „Jesus lebt“ und wollen ihm nachfolgen.
Viele denken zwar, dass es Jesus gab, weil es ja geschichtlich nachgewiesen ist. Aber sie behaupten er wäre nur ein besonders guter und weiser Mensch gewesen. Doch da fehlt das entscheidende, dass göttliche. Jesus ist Mensch – ganz klar. Jesus ist aber auch Gott. Das göttliche an Jesus zeigt sich am deutlichsten am Kreuz. Das Symbol der Christen. Auch wir haben in unserer Gemeinde ein oder mehrere Kreuze hängen. Das Kreuz ist ein Symbol dafür, dass Jesus sehr grausam, an einem solchen Kreuz gestorben ist. Und zwar freiwillig. Nach drei Tagen ist Jesus wieder lebendig geworden. Durch seine Auferstehung hat er hat er den Kreislauf von Tod und Sterben, Hass und Gewalt durchbrochen. Wir Menschen haben dadurch eine neue Hoffnung geschenkt bekommen. Eine ganz neue Beziehung zu Gott dem „himmlischen Vater“ ist dadurch Realität geworden. Jesus war und ist der einzige, der das tun kann.
Über Jesus ist viel gesagt und geschrieben worden. Selbst heute, fast zweitausend Jahre nach seinem irdischen Leben, beschäftigt er die Leute. Obwohl viele Menschen mit der Kirche nichts mehr anfangen können, gibt es fast jedes Jahr neue Jesusbücher, die zu Bestsellern werden. Wie keine anderer hat Jesus die Welt verändert. Über  2 Mrd. Christen weltweit haben erkannt, dass der Weg zu Gott über Jesus führt.

Gott – der liebevolle Vater
Gott steht in einem übertragenen Sinn generell für alles, was einem Menschen letzte Lebensorientierung ist. Das Wort „Gott“ wird dann oft ganz unterschiedlich mit Inhalt gefüllt. Es gibt ganz unterschiedliche Arten den Gottesglauben auszudrücken.  Und immer wieder versuchten und versuchen Menschen, auf die eine oder andere Weise, die Existenz Gottes zu leugnen oder zu beweisen. Es besteht im Bezug auf Gott für viele eine gewisse Unsicherheit.

Wir als Christliche Gemeinschaft sind sicher. Wir glauben an den Gott der in Bibel beschrieben. Er trägt den Eigennamen JHWH (Aussprache Jahwe) – `Ich-bin-da´ oder „Ich bin der, der für Dich da ist, wann, wo und wie es auch sei!“ (vgl. Ex 3,14).
Gott ist ein aktiver Gott. Der erste Satz der Bibel (Buch Genesis) lautet: „Und Gott schuf …“ Gott schuf diese Welt. Er ist Schöpfer, die Intelligenz die hinter dieser wunderbaren und komplexen Schöpfung steckt. Gott war, so kann man in der Bibel lesen, schon immer da. Es gibt also keinen Anfang der Geschichte Gottes, sondern einen Anfang der Schöpfung. Wir sind also Vertreter des Kreationismus.
Gott ist der Herr der Zeit, der Herr der Geschichte, denn er setzte den Anfang, er begleitet Menschen durch die Zeit und er führt zum Ziel.
Wenn die Bibel von Gottes Liebe spricht, dann meint sie eben nicht nur eine abgeklärte intellektuelle Beziehung. Liebe ist für die Bibel immer etwas ganzheitliches und gefühlsbetontes.

Gott ist voll Liebe und Erbarmen, voll Geduld und unendlicher Güte.
Psalm 103,8

Vielleicht sollte man sagen, dass Gott uns so sehr liebt – so sagt die Bibel – wie ein Vater sein kleines Kind liebt. Mit aller Intensität, allem Gefühl und all der Herzlichkeit, die solch eine Beziehung ausmacht. Deshalb spricht gerade das Alte Testament immer wieder davon, dass Gott den Menschen väterlich und – damit es ganz deutlich wird – mütterlich liebt. Gott ist keine Frau. Denn Jesus spricht über Gott von seinem Vater. Aber Gott hat solch starke Liebe zu uns, wie eine Mutter zu ihrem Neugeborenen. Er liebt nicht nur den Menschen, sondern seine gesamte Schöpfung  (Joh. 3,16).

Der Heilige Geist – Gott in uns
Das Apostolische Glaubensbekenntnis spricht von Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wir Christen glauben darum aber nicht an drei unterschiedliche Gottheiten. Die  Dreieinigkeit Gottes ist ein Versuch zu beschreiben, wie Gott wirkt und für uns wahrnehmbar ist: Gott begegnet uns als Schöpfer und Vater, als Mensch und Hoffnung in Jesus Christus und als Kraft im Heiligen Geist in uns. Die Kirchenväter sprachen darum von einem Gott in drei Personen. Einen solchen Gedanken zu denken fällt vielen schwer. Vielleicht hilft das Bild vom hellen klare Licht, welche durch drei verschiedene Fenster scheint, dieses Zusammenzudenken.

Alles was wir über Gott wissen, erfahren wir aus Gottes Geschichte mit den Menschen, so wie sie in der Bibel aufgeschrieben worden sind.

Die Bibel
Die Bibel ist das meistgedruckte und am weitesten verbreitete Buch der Welt. Es existieren Gesamtübersetzungen in 429 Sprachen und Teilübersetzungen in weiteren 2426 Sprachen.
Gott redet und handelt an und durch Menschen. Menschen haben dies erlebt, erzählt und später aufgeschrieben. So entstand Zug um Zug die Bibel. Weil sie als Gottes Wort erlebt, bezeugt und aufgeschrieben wurde und weil sie bis heute so erlebt und von Gott gebraucht wird, nennen wir die Bibel „Gottes Wort“. Die Bibel und da insbesondere das Neue Testament ist das zentrale Buch für die Christenheit. Für uns ist es mit dem Alten Testament zusammen Orientierung, Hilfe, Richtschnur und Hoffnung für unser Leben.

„Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf all unsere Fragen ist und dass wir nur anhaltend und demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen.“
(Dietrich Bonhoeffer, evangelischer Theologe)